A brief history in my words by Lisl Esterl

Ich werde immer wieder gefragt, wie es mit mir und der Mode angefangen hat?


Ich hatte schon immer einen etwas extravaganten und unkonventionellen Modestil am Platz. Ich liebe Farben und Muster, das gibt mir einen gewissen „Feel Good“ Effekt. Vor Jahren schon habe ich mir immer schon Stoffe gekauft und mir Rocke nähen lassen, da mir die angebotene Golfmode zu langweilig und spießig war. Auf der Tour war ich immer schon bekannt als die Spielerin mit den bunten Sachen. 2008 lernte ich meinen Partner Partner Neil Webb, der ebenfalls PGA Professional ist, in Dubai kennen. Ich entschloss mich, der Liebe zu folgen und zog 2009 nach Dubai. Neil wollte einen anderen Weg einschlagen und nahm sich eine Auszeit vom Teaching Pro Leben. Er arbeitete zu dieser Zeit bei einer einheimischen Firma, die Corporate Shirts im individuellen Design anfertigt. Der Inhaber wollte gerne in den Retail Markt. Neil hatte die tolle Idee, dass ich die Damen Kollektion entwerfe könnte und sie auf der Tour tragen kann. Natürlich war ich sofort dabei und wir produzierten eine kleine Kollektion mit den Stoffen, die die Firma auf Lager hatte. Die Sachen verkauften sich sehr gut, aber leider bekam ich nie einen Cent von unsere Abmachung zu sehen.

Darauf beschlossen wir 2012, etwas auf eigene Faust zu machen. Nach einigen Monaten Research hatten wir ein eigenes Netzwerk in Dubai aufgebaut. Dubai bot sich dabei super als Standort an, da es ein Umschlagplatz für Stoffe aus der ganzen Welt ist. Wir produzierten am Anfang nur 5 Stück pro Design, in erster Linie für mich selber auf der Tour. Ich verkaufte die anderen Teile an Freunde und Bekannte. Die Resonanz war klasse und die Nachfrage wuchs. Wir hatten und haben immer noch unheimlich viel Spaß, Produkte zu entwerfen und den Leuten etwas ganz Individuelles anzubieten. Zu dem Zeitpunkt war die Kleidung trotzdem mehr Hobby, da ich ja noch Fulltime auf der LET spielte. Leider ist es schwer auf der Damentour in Europa Geld zu verdienen, wenn man nicht immer unter den Top 10 ist oder Sponsoren hat, die einen unterstützen und leider hatte ich in dieser Phase meiner Karriere beides nicht.

Von 2012 bis 2014 versuchte Ich mit Neil ein Geschäft aufzubauen und gleichzeitig erfolgreich auf der Tour zu spielen. Das lässt sich nicht wirklich leicht vereinbaren und irgendwas kam immer zu kurz. Wenn ich Events mit der Kleidung machte, hatte ich ein schlechtes Gewissen, weil ich keine Zeit hatte zu trainieren und wenn ich Turniere spielte und den Cut verpasste, dachte ich, es wäre besser gewesen, die Kollektion zu vermarkten.
Es war nicht einfach, den Entschluss zu fassen, nach 17 Jahren Tourleben aufzuhören, denn ich hatte immer noch das Gefühl, in der kommenden Woche ein Turnier gewinnen zu können. Manchmal muss man einfach die Vernunft walten lassen,  anstatt einem Traum nachzulaufen. Ich habe die Entscheidung nie bereut und bin sehr happy und erfüllt mit dem Weg, den ich jetzt eingeschlagen habe. Designen und Golfen sind sehr ähnlich, du brauchst eine genaue Vorstellung/Vision was du willst und wie man es umsetzen kann.

Neil und ich machen alles selber, von der Auswahl der Stoffe, Design, Produktion, Quality Controlling bis hin zur Vermarktung und Verkauf. Wir sind nur ein 2 Men Team das individuelle Designs in limitierten Auflagen mit viel Passion herstellen. Unser Ziel ist es, die Sachen direkt zu vermarkten, da ich den persönlichen Kontakt zu unseren Kunden schätze und es mir viel Spaß macht, Events mit Modenschauen zu organisieren.
Bad Griesbach ist seit Mai letzten Jahres unser fester Standort mit eigenem Laden, zudem bin ich viel auf Events unterwegs. Mit unserem neuen Online Shop www.elisabethesterl.com haben wir noch eine Schiene mehr, um neue Kunden aus verschieden Ländern zu bedienen. Darüber hinaus freue ich mich auf die Partnerschaft mit dem Golf Online-Magazin von Adrian Grosser.